Windenergie Eriswil

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Informationen aus der Arbeitsgruppe Windenergie

Aus der Arbeitsgruppe Windenergie hat die Öffentlichkeit in letzter Zeit nicht mehr viel erfahren. Deshalb vorerst in geraffter Auflistung, was in den letzten Jahren schon alles bearbeitet wurde.

Geschichtliches Windenergieprojekt Eriswil

  • 2006 Erlös aus den Onyx Aktien
  • 2007 Erste Windmessungen in 25 Meter Höhe auf Belzhöhe und Grunholz (Messresultate sprechen für ein Projekt Grunholz)
  • 2010 Region Oberaargau / Emmental erarbeitet und verabschiedet den regionalen Richtplan
  • 2011, April – Gründung der Arbeitsgruppe Windenergie durch den Gemeinderat
  • 2011, November – Infoabend für Bevölkerung von Eriswil
  • 2011, Dezember – Genehmigung Planungskredit von Fr.200’000.00 durch die Gemeindeversammlung
  • 2012, August – Kantonaler Grundlagenbericht Kanton Bern
  • 2012, Oktober – Kommunale Richtplanung Windenergie Eriswil: Umweltverträglichkeitsprüfung, Vorstudie zu Windenergie Eriswil erarbeitet
  • 2013, Januar – Infoabend für Anwohner der Windkraftanlage Eriswil
  • 2013, März bis Juni – LIDAR Messung (stufenlose Messungen der Windgeschwindigkeiten mittels Laserstrahl)
  • 2013, Juni – Erste Stellungnahme für den Vollausbau (gemäss kantonalem Richtplan)
  • 2014, März bis September – Abklärungen betreffend Vogelschutz, Fledermausschutz und Biodiversität
  • 2014, Juni – Gemeindeversammlung genehmigt einen Nachkredit in der Höhe von Fr. 130’000.00
  • 2014, Juni bis Dezember – Vereinbarungen mit Armasuisse über Beeinträchtigung während des Betriebes der Rapieranlage
  • 2014, Juni – Erarbeiten und Genehmigung (März 2015) einer Absichtserklärung für späteres Baurecht mit der Gütergemeinde Hinterdorf
  • 2014 bis heute – Diverse Gespräche geführt mit Politikern unserer Region. Intensive Verhandlungen mit BAZL, BFE und Skyguide (Skyguide ist verantwortlich für die Flugsicherheit des Luftraumes).

Nach der Verabschiedung der regionalen Planung Emmental / Oberaargau erhöhte Skyguide den bisher gültigen Perimeter für die Flugsicherheit von 3,5 km auf 15 km. Diese Änderung ist erfolgt, um die europäische Sicherheitsnorm zu erfüllen. Europa lässt grüssen!

Mit 12,3 km liegt der Standort Grunholz knapp in der kritischen Zone. Trotz intensiven Verhandlungen mit den entsprechenden Ämtern, konnte bis heute noch keine Einigung erzielt werden. Durch diese Umstände tätigt die Arbeitsgruppe zurzeit keine grösseren und kostenintensiven Aktivitäten. Von den bisherigen 32 intensiven ordentlichen Sitzungen fallen auch nur deren zwei auf das laufende Jahr 2015. Der gesprochene Nachkredit der Gemeindeversammlung vom 4. Juni 2014 bleibt deshalb bis heute unangetastet! Die erwähnten Aufzählungen sind nur der allerkleinste Teil von den geführten Verhandlungen, unzähligen Telefonaten, Korrespondenzen und vielen zeitintensiven Abklärungen.

 

Erfahrungen aus der Gewerbeausstellung

An der Gewerbeausstellung Ende September 2015 bot sich der Arbeitsgruppe Windenergie eine gute Gelegenheit ihre Anliegen den Besuchern aus nah und fern zu schildern und unzählige gute Gespräche zu führen. Die grosse Solidarität und die breite Unterstützung der allermeisten Besucher, seien hier offiziell erwähnt. Ein besonderer Dank gilt dem Gewerbeverein Eriswil für die kostenlose Benützung des Standplatzes. Ein Ausschuss des Gewerbevereins hat anschliessend an die Ausstellung bereits konstruktive Ideen mit Vertretern der Arbeitsgruppe diskutiert und ihre volle Unterstützung angeboten, das Projekt Windenergie in Eriswil voranzutreiben. Mit grosser Genugtuung nimmt die Arbeitsgruppe dieses Angebot an und sieht sich in ihrer bisherigen Pionierarbeit bestätigt.

 

Ausblick

Zu der zentralen Frage nach der Wirtschaftlichkeit einer Windkraftanlage in Eriswil nachfolgend einige Fakten:

Anhand der Windmessungen Grunholz mit einem Laserstrahlgerät bis auf eine Höhe von 200 Metern resultierten äusserst erfreuliche Messergebnisse. Je höher die Messung ab Terrain, umso grösser die Windgeschwindigkeit in Metern. Mit verschiedenen Anlagentypen wurden die Leistungen nun verglichen und der Ertrag ermittelt. Würden wir eine Anlage bauen mit einer Nabenhöhe von 120 Metern, so wäre eine Nettoproduktion von fünf Millionen Kilowattstunden pro Jahr eine realistische Zahl. Mit dieser Leistung könnten über 750 Haushalte ihren Strombedarf problemlos abdecken. Um den gleichen Ertrag mit Sonnenenergie zu erreichen, müssten 30’000 Quadratmeter Photovoltaikanlage installiert werden. Die Sonnenenergie ergänzt in den windarmen Sommermonaten die Produktion der Windenergie optimal. Somit ergänzen sich diese Energiequellen Wind-, Solar und die Wasserkraft hervorragend und sind die wesentlichen Stützen, die Ziele der Energiewende 2050 zu erreichen.

 

Silberstreifen am Horizont

Die geführten Gespräche mit den Bundesämtern über die unbegründete Erweiterung der Sicherheitszone auf 15 km werden allmählich verstanden. Am Horizont zeichnet sich nach letzten Informationen aus Bern ein immer heller leuchtender Silberstreifen für eine Einigung ab. Nicht zu unterschätzen ist die Zusage des Gewerbevereins das Projekt Windkraft in Eriswil aktiv mitzugestalten.

Unser Slogan wird gelebt! aktiv, attraktiv, einzigartig schön!

 

Für die Arbeitsgruppe Windenergie

Theo Rohr